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2014

Sommerferien in der Europastadt

Kinderstadt 2014 in Zgorzelec!

Alle zwei Jahre öffnet in den Sommerferien die Kinderstadt ihre Tore. Dieses Jahr wird sie  an den Tagen vom 29. Juli bis 1. August und vom 4. bis 7. August im Stadion Miejski (Städtisches Stadion) in Zgorzelec stattfinden. An der Kinderstadt, die von polnischen und deutschen Institutionen und Vereinen organisiert wird, können Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren teilnehmen.

Die an eine echte Stadt angelehnte Kinderstadt hat seine eigenen Ämter, Betriebe, eine eigene Währung, eigene Behörden sowie eine Polizei. Die Bürgerinnen und Bürger der Kinderstadt arbeiten und spielen, müssen dabei aber – wie im echten Leben – die festgelegten Regeln einhalten. Die Amtssprachen auf dem Gebiet der Kinderstadt sind Polnisch und Deutsch, aber die kleinen Bürgerinnen und Bürger probieren auch gerne ihre Kenntnisse anderer Sprachen aus. 

 

Der Teilnahmebeitrag beträgt 3 € für einen Tag bzw. 10 € für vier Tage (in diesem Fall muss die Teilnahme im Voraus am 10. bzw. 15.07. von 16-18Uhr im Jugendhaus Wartburg, Johannes-Wüsten-Straßes, angemeldet und der Beitrag bezahlt werden)

(unverbindliche) Anmeldungen sind möglich unter: info@nmus.de

Weitere Informationen: CaTeeDrale e.V. 03581 315948

Aktuelle Informationen und eine Beschreibung der Aktivitäten finden Sie auf der Internetseite: www.zgorzelec.eu sowie www.nmus.de 

 

Wie funktioniert die Kinderstadt?

Die Kinderstadt ist an Werktagen von 9:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. Für die Betreuung der Kinder sind die erwachsenen Angestellten und Freiwilligen zuständig. Während ihrer Zeit in der Kinderstadt werden die kleinen Deutschen und Polen zu vollberechtigten Bürgerinnen und Bürgern ihrer Stadt und zu Mitgliedern der binationalen, zweisprachigen Gesellschaft. Die erste Aufgabe ist ein Besuch im Einwohnermeldeamt, wo man einen Personalausweis bekommt, der auf dem gesamten Gelände der Kinderstadt gültig ist. Während der nächsten Tage müssen sich nur noch die neuen Teilnehmenden einen Personalausweis ausstellen lassen. Die nächste Institution, die täglich von allen besucht wird, ist das Arbeitsamt. Dort werden die Arbeitsbescheinigung ausgegeben, die dazu berechtigen eine Arbeit in einer zugewiesenen oder einer ausgewählten Werkstatt oder Institution aufzunehmen.

Man kann eine halbe Stelle (2 Stunden) oder eine ganze Stelle (4 Stunden) annehmen. Es ist vorgesehen, dass die Kinder ihre Arbeit wechseln, sodass sie viele unterschiedliche Erfahrungen sammeln können. 

Dieses Jahr werden die Kinder u.a. bei der Feuerwehr, bei der Polizei, beim Grenzschutz, beim Arbeitsamt, in der Bank, beim Radio, bei der Zeitung, in der Bäckerei oder im Blumenladen arbeiten können. Sie können Tanzen und die Graffiti-Mal-Technik lernen, sie werden Pizza, Salat und polnische Pirogen selber machen und Vertreterinnen des Gesundheitsamtes werden den Kinder u.a. die Grundlagen der gesunden Ernährung näher bringen. In der Kinderstadt wird es eine Bibliothek geben, eine Müllsammelstelle, an der die Kinder lernen, wie man Müll trennt und warum wir unsere Umwelt schützen müssen. Es wird auch einen Erste-Hilfe-Kurs geben. Für ihre geleistete Arbeit bekommen die Kinder – wie im echten Leben – einen Lohn. Dieser wird ihnen ausgezahlt, wenn sie bei der Bank ihr Arbeitsbescheinigung zeigen, auf dem ihr Arbeitgeber die geleistete Arbeitszeit eingetragen hat. Der Lohn wird in der Währung (Elefanten, Kamele, Affen und Frösche) der Kinderstadt ausgezahlt. Das Einkommen kann man bei der Bank einzahlen oder in der Kinderstadt für die Sachen und Dienstleistungen ausgeben, die von anderen in der Kinderstadt angeboten werden. 

ACHTUNG: Die Anmeldung in der Kinderstadt als Bürgerin oder Bürger garantiert nicht, dass man gleich eine Arbeit bekommt.  Wer keine Arbeit bekommt, erhält – wie im echten Leben – eine finanzielle Hilfe für Arbeitslose, was aber nicht bedeutet, dass sie oder er von der Pflicht befreit ist, sich um eine Arbeit zu bemühen.

 

Bürgerliche Gesellschaft

Die Bürgerinnen und Bürger der Kinderstadt versammeln sich täglich am Nachmittag zum Abschluss des Tages zu einer Versammlung. Für diese Versammlung werden alle anderen Tätigkeiten unterbrochen. Die Teilnahme an der Versammlung ist freiwillig und alle Teilnehmenden haben Stimmrecht. Bei dieser Versammlung werden Entscheidungen getroffen, die für alle wichtig sind, und es wird darüber entschieden, wie dringende Fragen der Sicherheit und Ordnung geklärt werden können.

Dienstags finden in der Kinderstadt Wahlen statt, bei denen der Bürgermeister und seine Vertretung gewählt werden. Für die nächsten vier Tage werden die von der Mehrheit der Kindergesellschaft gewählten die Geschicke der Stadt leiten, sich um die Probleme der Einwohnerinnen und Einwohner kümmern und die Stadt nach außen vertreten.

 

Verantwortungsbewusst und ohne Gewalt

In der Kinderstadt ist Gewalt verboten. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer des Spiels ist verantwortlich für den friedlichen Ablauf, wie auch für die Ordnung und Sauberkeit im Stadtgebiet. Konflikte sind, wenn sie auftreten, ohne Gewalt zu lösen. Wenn es nötig ist, helfen bei der Lösung der Konflikte erwachsene Mediatoren. Wer die Spielregeln nicht einhält, kann bestraft werden. Für Gewalt und Diebstahl kann man zur Verantwortung gezogen werden. Störung der öffentlichen Ordnung kann zu einem Verweis vor die Tore der Stadt führen.

 

Erwachsene und die Kinderstadt

Die Geschicke der Stadt leiten die Kinder selbst. Erwachsene Besucherinnen und Besucher (auch Eltern) können die Stadt nur in Begleitung eines Guides betreten und dürfen sich nicht in die Angelegenheiten der Stadt einmischen. 

Wie alles begann

Im Sommer 2003 fand sich eine Initiativgruppe zusammen, die aus drei Studierenden und einem Sozialarbeiter bestand. Sie wollten die Idee der Kinderstadt, die sich schon an vielen anderen Orten bewährt hatte, aufgreifen und  der Besonderheit unserer Städte Görlitz und Zgorzelec Rechnung tragen, indem sie entschieden, dass eine Kinderstadt hier binational sein muss. Mit Hilfe und Unterstützung von Vereinen, Einrichtungen, Firmen und der Stadtverwaltungen aus Zgorzelec und Görlitz konnten sie ihre Idee in die Tat umsetzen und organisierten 2004 das erste Mal die Kinderstadt. Seitdem fand die Kinderstadt schon weitere 5 Mal statt. In den Vorbereitungen und bei der Durchführung der diesjährigen Kinderstadt engagieren sich über 60 Angestellte und Freiwillige aus Deutschland und Polen.

-Renata Burdosz

 

 

 

Wer sich beteiligen möchte, den bitten wir folgendes Dokument auszufüllen und/oder sich mit uns in Verbindung zu setzen unter info@nmus.de

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