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2016

Sommerferien in der Europastadt

Kinderstadt 2016 in Görlitz!

Alle zwei Jahre öffnet in den Sommerferien die Kinderstadt ihre Tore. Dieses Jahr wird sie  an den Tagen vom 5. bis 8. Juli  und vom 11. bis 14. Juli  in Görlitz stattfinden. An der Kinderstadt, die von polnischen und deutschen Institutionen und Vereinen organisiert wird, können Kinder im Alter von 7 bis 14 Jahren teilnehmen.

Die an eine echte Stadt angelehnte Kinderstadt hat seine eigenen Ämter, Betriebe, eine eigene Währung, eigene Behörden sowie eine Polizei. Die Bürgerinnen und Bürger der Kinderstadt arbeiten und spielen, müssen dabei aber – wie im echten Leben – die festgelegten Regeln einhalten. Die Amtssprachen auf dem Gebiet der Kinderstadt sind Polnisch und Deutsch, aber die kleinen Bürgerinnen und Bürger probieren auch gerne ihre Kenntnisse anderer Sprachen aus. 

 

Der Teilnahmebeitrag beträgt 5 € für einen Tag,  18 € für vier Tage und 36 € für 8 Tage  (Eine Voranmeldung ist am 07. bzw. 09.06. von 11-18Uhr im Meetingpoint Music Messiaen e.V. Demianiplatz 40, 02826 Görlitz möglich)

 

 

Wie funktioniert die Kinderstadt?

Die Kinderstadt ist an Werktagen von 9:00 bis 16:00 Uhr geöffnet. Für die Betreuung der Kinder sind die erwachsenen Angestellten und Freiwilligen zuständig. Während ihrer Zeit in der Kinderstadt werden die kleinen Deutschen und Polen zu vollberechtigten Bürgerinnen und Bürgern ihrer Stadt und zu Mitgliedern der binationalen, zweisprachigen Gesellschaft. Die erste Aufgabe ist ein Besuch im Einwohnermeldeamt, wo man einen Personalausweis bekommt, der auf dem gesamten Gelände der Kinderstadt gültig ist. Während der nächsten Tage müssen sich nur noch die neuen Teilnehmenden einen Personalausweis ausstellen lassen. Die nächste Institution, die täglich von allen besucht wird, ist das Arbeitsamt. Dort werden die Arbeitsbescheinigung ausgegeben, die dazu berechtigen eine Arbeit in einer zugewiesenen oder einer ausgewählten Werkstatt oder Institution aufzunehmen.

Man kann eine halbe Stelle (2 Stunden) oder eine ganze Stelle (4 Stunden) annehmen.

 Für ihre geleistete Arbeit bekommen die Kinder – wie im echten Leben – einen Lohn. Dieser wird ihnen ausgezahlt, wenn sie bei der Bank ihr Arbeitsbescheinigung zeigen, auf dem ihr Arbeitgeber die geleistete Arbeitszeit eingetragen hat. Der Lohn wird in der Währung (Elefanten, Kamele, Affen und Frösche) der Kinderstadt ausgezahlt. Das Einkommen kann man bei der Bank einzahlen oder in der Kinderstadt für die Sachen und Dienstleistungen ausgeben, die von anderen in der Kinderstadt angeboten werden. 

ACHTUNG: Die Anmeldung in der Kinderstadt als Bürgerin oder Bürger garantiert nicht, dass man gleich eine Arbeit bekommt.  Wer keine Arbeit bekommt, erhält – wie im echten Leben – eine finanzielle Hilfe für Arbeitslose, was aber nicht bedeutet, dass sie oder er von der Pflicht befreit ist, sich um eine Arbeit zu bemühen.

 

Bürgerliche Gesellschaft

Die Bürgerinnen und Bürger der Kinderstadt versammeln sich täglich am Nachmittag zum Abschluss des Tages zu einer Versammlung. Für diese Versammlung werden alle anderen Tätigkeiten unterbrochen. Die Teilnahme an der Versammlung ist freiwillig und alle Teilnehmenden haben Stimmrecht. Bei dieser Versammlung werden Entscheidungen getroffen, die für alle wichtig sind, und es wird darüber entschieden, wie dringende Fragen der Sicherheit und Ordnung geklärt werden können.

Mittwochs bzw. Dienstags finden in der Kinderstadt Wahlen statt, bei denen der Bürgermeister und seine Vertretung gewählt werden. Für die nächsten drei Tage werden die von der Mehrheit der Kindergesellschaft gewählten die Geschicke der Stadt leiten, sich um die Probleme der Einwohnerinnen und Einwohner kümmern und die Stadt nach außen vertreten.

 

Verantwortungsbewusst und ohne Gewalt

In der Kinderstadt ist Gewalt verboten. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer des Spiels ist verantwortlich für den friedlichen Ablauf, wie auch für die Ordnung und Sauberkeit im Stadtgebiet. Konflikte sind, wenn sie auftreten, ohne Gewalt zu lösen. Wenn es nötig ist, helfen bei der Lösung der Konflikte erwachsene Mediatoren. Wer die Spielregeln nicht einhält, kann bestraft werden. Für Gewalt und Diebstahl kann man zur Verantwortung gezogen werden. Störung der öffentlichen Ordnung kann zu einem Verweis vor die Tore der Stadt führen.

 

Erwachsene und die Kinderstadt

Die Geschicke der Stadt leiten die Kinder selbst. Erwachsene Besucherinnen und Besucher (auch Eltern) können die Stadt nur in Begleitung eines Stadtführers  betreten und dürfen sich nicht in die Angelegenheiten der Stadt einmischen. 

-Renata Burdosz